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Ohrdrufer SV verliert Thüringenderby

b_150_100_16777215_00___images_Volleyball_2011-2012_Regionalliga_2012-01-28_osv_erfurter-vc.jpgErfurt(hm) - Die Ohrdrufer Volleyball mussten am vergangenen Wochenende eine 1:3(21:25, 25:22, 18:25, 21:25) Niederlage gegen den Erfurter VC hinnehmen und übernahmen damit die rote Laterne in der Regionalliga OST.

Die Vorzeichen für das Kellerduell in der Landeshauptstadt standen denkbar schlecht. Unter der Woche mussten die Ausfälle von Zuspieler Philipp Mengs und Außenangreifer Falko Ahnert verkraftet werden. Ein grippaler Infekt machte einen Einsatz der beiden Neuzugänge unmöglich. Aus diesem Grund griff Trainer D. Guba auf Verstärkung der 2. Mannschaft zurück. Nils Habedank und Nick Langenhan sollten die entstanden Lücken füllen und langsam an das Niveau der Regionalliga herangeführt werden.

Mit Frank, Messing, Freund, T. Guba, Bauer, Henniges und Libero Hügel wollte man sich mit einem Sieg endgültig im Tabellenmittelfeld festsetzen. Schnell wurde aber klar, dass im Vergleich zum Hinspiel eine stark verbesserte Erfurter Mannschaft dem OSV gegenüber stand. Die Gäste konnten den Punktestand nur bis Mitte des Satzes ausgeglichen gestalten. Starke Aufschläge von Lars Pößel und Stanislaw Bakumovski ließ die Ohrdrufer Annahme regelmäßig wackeln. Auszeiten und einige Wechsel brachten nicht die erhoffte Unruhe im Erfurter Spiel, so dass der erste Abschnitt 21:25 verloren ging.

Ohrdruf fehlte zu diesem Zeitpunkt der nötige Impuls, um der erfahrenen Erfurter Mannschaft Paroli bieten zu können. Habedank für Frank und Langenhan für Henniges sollten im zweiten Satz die erhoffte Wende bringen. Dies zahlte sich zunächst aus. Durch Kampf und einer engagierten Leistung führte man komfortabel im zweiten Spielabschnitt und konnte diesen mit 25:22 für sich entscheiden.

Die zahlreich mitgereisten Fans hofften nun auf die Wende im Thüringenderby. Doch im weiteren Spielverlauf konnte der OSV nicht mehr sein eigentliches Potenzial abrufen. Das sonst so starke Blockspiel war an diesem Tag harmlos. Zahlreiche Angriffe der Landeshauptstädter sprangen von den Armen der Ohrdrufer Mannschaft ins aus oder vielen durch die Hände vor die eigenen Füße. Erfurt kam so immer wieder zu leichten Punkten und konnte am Ende des dritten Spielabschnittes wieder die 2:1 Satzführung übernehmen.

Anders als im Derby gegen Gotha konnte sich Ohrdruf in Folge nicht zurück ins Spiel kämpfen. Die Gastgeber zeigten eine ansprechende Leistung und zwangen ihren Widersacher immer wieder zu Fehlern. Vor allem der ehemalige Profivolleyballer Bakumovksi zeigte seine spielerische Klasse und führte seine Mannschaft verdient zum 3:1 Sieg.

Nach dieser Niederlage befinden sich die Ohrdrufer wieder auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstand zum Mittelfeld wurde zwar verkleinert, doch durch die Siege von Erfurt und Gotha in den letzten Wochen konnte man sich nicht mehr entscheidend absetzen. Jetzt heißt es Kräfte sammeln. Übernächstes Wochenende wartet die Bundesligareserve des VC Dresden auf die Thüringer.

Ohrdrufer SV mit: Frank, Habedank, Henniges, Bauer, T. Guba, Freund, Großwendt, Messing, Langenhan und Hügel