Boreas

Befreiungsschlag der Ohrdrufer Volleyballer

b_150_100_16777215_00___images_Volleyball_2011-2012_Regionalliga_2012-01-14-1_osv-gth.jpgOhrdruf (hm) – Im Kellerduell der Regionalliga-Ost zwischen dem Ohrdrufer SV und dem VC Gotha II konnte sich die Ohrdrufer Mannschaft mit 3:2 (20:25; 25:15; 22:25; 25:16; 15:11) durchsetzen. Unter den Augen 200 lautstarker Zuschauer konnte die Ausgangssituation kaum spannender sein: Der Sieger hält den Anschluss an das Tabellenmittelfeld, während der Verlierer weiter in den Tabellenkeller rutscht.

Mit Mengs, Ahnert, Bauer, T. Guba, Freund, Messing und Libero Hügel sollte der VC Gotha von Anfang an mit gezielten Aufschlägen unter Druck gesetzt werden. Doch die Ohrdrufer Mannschaft konnte die taktische Marschroute im ersten Spielabschnitt zu keiner Zeit umsetzen. Zahlreiche Fehlaufschläge ließen den Vorsprung der Gäste schnell anwachsen und führten zu einem souveränen Satzgewinn auf Seiten des VC.

Im Satz zwei sahen die Fans ein völlig verändertes Spiel. Druckvolle Aufgaben ließ die Gothaer Annahme immer wieder wackeln. Hinzu kam, dass die Angreifer der Heimmannschaft nun endlich die Lücken im gegnerischen Block fanden. Vor allem Philipp Bauer konnte an diesem Tag sein Talent eindrucksvoll unter Beweis stellen. Durch ein fehlerfreies Annahmespiel und aggressive Angriffe brachte er die Spieler der Bundesligareserve zum verzweifeln. Folglich wurde der Satz mit 25:15 für den OSV entschieden.

Im dritten Spielabschnitt kam es zum gewohnt offenen Schlagabtausch der Erzrivalen. Auf beiden Seiten wurden etliche bilderbuchreife Blockpunkte verbucht. Den entscheidenden Unterschied in dieser Phase der Partie machte der Gothaer Mittelblocker Strecker. Zu keinem Zeitpunkt bekamen ihn die Ohrdrufer in den Griff, so dass die Gäste immer wieder zu leichten Punkten kamen und mit 2:1 die Führung übernahmen.

Angetrieben von der beeindruckenden Kulisse in der Goldberghalle kämpfte sich der OSV zurück ins Spiel. Diagonalangreifer Ahnert und Mittelblocker Freund verwandelten, unter ohrenbetäubendem Lärm, zahlreiche Punkte im Feld der Gegner. Der VC Gotha war der großen Moral ihrer Gegner nicht mehr gewachsen und musste mit 16:25 den Satzausgleich hinnehmen.

Der psychologische Vorteil lag damit klar auf Seiten der Heimmannschaft, die mit den Fans im Rücken im Tie-Break schnell die Führung übernahmen. Die Gothaer kämpften sich zwar zum 8:8  wieder heran, doch in Folge konnten die Hausherren die entscheidenden Spielsituationen für sich gewinnen. Wieder war es Bauer, der seine Angriffe punktgenau auf die Feldlinie setzte und keine Abwehrchance zuließ. Ein missglücktes Zuspiel vom ehemaligen Bundesligaspieler Christian Franz führte zum 15:11 Satzgewinn und somit zum 3:2 Derbysieg der Ohrdrufer Mannschaft.

Durch den zweiten Sieg in Folge zog der OSV in der Tabelle an Erfurt und Gotha vorbei und hält den Anschluss an die sächsischen Teams. Ob sie diesen gewachsen sind wird sich schon am nächsten Samstag zeigen. 19 Uhr empfängt der Ohrdrufer SV in der Goldberghalle die Mannschaft aus Oelsnitz.

Ohrdrufer SV mit: Mengs, Frank, Bauer, Ahnert, T. Guba, Henniges, Freund, Messing, Großwendt, Günther, Hügel