Ohrdrufer Volleyballer bezwingen den Vorjahresmeister
Nach der enttäuschenden Hinrunde, mit nur einem Sieg aus neun Spielen, konnte am späten Samstagabend eine echte Sensation gefeiert werden. Dabei standen die Zeichen für einen möglichen Punktgewinn denkbar schlecht. Mit Henniges, Großwendt und Libero Schreiber meldeten sich gleich drei Stammkräfte krankheitsbedingt ab. Aus diesem Grund war Trainer D. Guba gezwungen, einige Umstellungen vorzunehmen. So rückte Messing auf die Mittelblockposition und Ahnert sollte das daraus entstehende Loch auf Diagonal füllen.
Mit Mengs, Freund, Messing, T. Guba, Bauer, Ahnert und Libero Hügel begann man nervös und ließ vor allem im Aufschlag die nötige Ruhe vermissen. Die logische Folge war ein kaum aufzuholender Sechs-Punkte-Rückstand zur Mitte des ersten Satzes. Aber anders als in den vorangegangenen Spielen zeigte die Ohrdrufer Mannschaft Moral und kämpfte sich immer näher an die erfahrenen Elbstädter heran. Besonders das aggressive Blockspiel führte zum 23:23 am Ende des ersten Spielabschnittes. Ein Aufschlagfehler der Heimmannschaft und ein direkt verwandelter Blockpunkt durch Messing, brachten den Satzgewinn für die Thüringer.
Wer nun eine Trotzreaktion der Sachsen erwartete, sah sich im Verlauf des zweiten Spielabschnittes getäuscht. Vielmehr waren es die Ohrdrufer, die Spiel und Gegner nach Belieben bestimmten. Intelligente Angriffe und eine gute Feldabwehr um Libero Hügel ließen den Vorsprung über die Stationen 6:5, 15:9, 22:12 kontinuierlich anwachsen. Die Dresdner fanden gegen die kampfstarken Gäste keine Mittel und haderten zunehmend mit sich selbst. In Folge ging der zweite Satz deutlich mit 25:16 an die Thüringer.
In der Spielpause bekam die Ohrdrufer Mannschaft warnende Worte von Trainer D. Guba zu hören. Zu oft war man in der jüngeren Zeit grundlos eingebrochen und brachte durch eine Serie von Fehlern den Gegner zurück ins Spiel. Und er sollte Recht behalten. Viele Unkonzentriertheiten und der aufkeimende Gedanke an eine mögliche Sensation, führten zu einem nervösen Satzbeginn der Gäste. Dresden konnte nun nach Belieben agieren und fand immer mehr zu gewohnter Stärke zurück. Doch der Wille der Thüringer war an diesem Tag ungebrochen. Über die Punktestände 6:11, 15:20 und 20:22 kämpfte man sich zurück in die Partie. Den Zuschauern bot sich nun ein offener Schlagabtausch. Mehrmalig vergebene Satzbälle der Dresdner und wiederum zwei starke Blockpunkte von Bauer und Freund brachten den langersehnten ersten Auswärtssieg für die Ohrdrufer Volleyballer.
Nun gilt es den Schwung mitzunehmen. Schon nächsten Samstag wartet das stimmungsgeladene Derby gegen den VC Gotha. An Brisanz wird es diesem Spiel nicht fehlen sind doch beide Mannschaften punktgleich und werden versuchen, sich endlich aus dem Tabellenkeller zu befreien.
Ohrdrufer SV mit: Mengs, Frank, Freund, Messing, Ahnert, T. Guba, Bauer und Hügel


